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Unsere Motive

"It's a child, not a choice!" (Es ist ein Kind, keine Wahlmöglichkeit!)

Jede schwangere Frau braucht Schutz und Unterstützung, denn sie ist plötzlich für 2 Menschen verantwortlich, für ihr kleines, ungeborenes Kind und für sich selbst. Ein überzeugter Christ wird eine Frau, die unerwartet schwanger wurde, unterstützen und ihr entschlossen zu ihrem Kind raten. Ein Ratschlag besteht immer aus einer klaren Empfehlung. Ob die Beratene den Rat dann annimmt oder nicht, bleibt dabei naturgemäß ihr überlassen. Ein Dialog mit offenem Ergebnis dagegen bietet keine richtungsweisende Beratung, sondern lässt die Mutter mit ihrer Entscheidungs-Not und dem Druck ihrer Umgebung allein.

Im "Evangelium des Lebens" bekennt sich die katholische Kirche konsequent zum Schutz der ungeborenen Kinder. Im Widerspruch dazu kooperieren Bischöfliche Ordinariate und "Katholische Aktion" bei der Schwangerschaftsberatung eng mit dem Verein "Aktion Leben Österreich". Die Sprache dieses Vereins ist durch und durch "politisch korrekt" (Pro-Choice) und seine Haltung fasst er auf seiner Internetpräsenz treffend mit der Aussage zusammen: "Die Beraterinnen von aktion leben österreich raten niemandem zu einem Kind oder gegen ein Kind". Damit wird ausgedrückt, dass Leben lassen und Tötung des Kindes gleichwertige Entscheidungsalternativen sind. Im Klartext heisst dieser Satz: "Die Beraterinnen ... verhalten sich neutral, ob jemand sein ungeborenes Kind töten will oder nicht und sie begleiten jede Mutter zur Geburtsstation genauso wie zur Kinderabtreibungsklinik".

Wenn ein privater Verein sich bei der Schwangerenberatung mit den staatlichen Kinderabtreibungsgesetzen arrangiert und argumentiert, durch eine ergebnisoffene Einstellung näher an die betroffenen Schwangeren heranzukommen, dann ist das seine Sache. Katholische Priester hingegen, die einen solchen Verein und eine (Pro-Choice) Haltung unterstützen, wenden sich damit von der Botschaft des Evangeliums und vom Schutz für die wehrlosesten unserer Mitmenschen ab.

Dazu kommt, dass Bischofskonferenz und Diözesen der "Aktion Leben Österreich" beträchtliche Geldbeträge überweisen. Damit werden auch die österreichischen Katholiken mit hineingezogen, weil sie über ihren Kirchenbeitrag die Tätigkeiten dieses Vereins mitfinanzieren. Viele Lebensschützer lehnen das entschieden ab.

Weiters zeigt ein Blick nach Deutschland, dass die kirchliche Schwangerenberatung ihre Glaubwürdigkeit zurückgewinnen und ihre Beratungstätigkeit sogar deutlich ausbauen konnte, nachdem sich die katholische Kirche dort vor einem Jahrzehnt auf Weisung des Heiligen Vaters von der Ausstellung von Lizenzen für Kinderabtreibungen abwandte.

Katholiken sollen die Botschaft des Evangeliums verkünden, ob gelegen oder ungelegen. Wenn jedoch fast alle österreichischen Bischöfe einschließlich dem Herrn Nuntius (Pro-Life) Lebensschützer und ihre Anliegen für die Ungeborenen als ungelegen empfinden und sie einfach nicht hören wollen? Was bleibt diesen dann anderes über, als sich öffentlich an den Papst zu wenden und ihn zu fragen, warum der katholischen Kirche in Österreich seit 11 Jahren immer noch erlaubt ist, was der Papst in Deutschland ausdrücklich verboten hat?