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Diskussion mit Frau Mag. Martina Kronthaler

Mit der APA-OTS-Presseaussendung der "Allianz für die ungeborenen Kinder" vom 5.11.2010 ist ein innerkirchlicher Konflikt in Österreich öffentlich geworden. In dem Aufruf appellieren die Lebensschützer eindringlich an den Papst, die Zusammenarbeit zwischen katholischer Kirche und Aktion Leben Österreich zu beenden.

Wenn ein privater Verein, wie die Aktion Leben Österreich, sich bei der Schwangerenberatung mit den staatlichen Kinderabtreibungsgesetzen arrangiert und argumentiert, durch eine ergebnisoffene Einstellung näher an die betroffenen Schwangeren heranzukommen, kann man ihm das leider nicht verbieten.

Katholische Priester hingegen, die einen solchen Verein und seine ergebnisoffene und damit Pro-Choice-Haltung unterstützen, wenden sich damit von der Botschaft des Evangeliums und vom Schutz für die wehrlosesten unserer Mitmenschen ab.

Die Petition richtet sich daher über den Apostolischen Nuntius einzig an den Heiligen Vater.

In einem offenen Dialog zwischen der Generalsekretärin der Aktion Leben Österreich, Frau Mag. Martina Kronthaler, und den Initiatoren der Petiton, sollte der Aktion Leben Österreich Gelegenheit gegeben werden, zu Wort zu kommen.

Auf dieses Angebot ging Frau Mag. Kronthaler leider nicht ein. Die Faktenlage war wohl zu erdrückend.

 

ZeitNachricht
 

2010-11-11

13:48:48

von: Markus Miller

Sehr geehrte Frau Mag. Kronthaler,

auf die harsche Kritik Ihrer Mail vom vergangenen Freitag hatte ich Ihnen am Montag einen Dialog angeboten.

Bis heute habe ich von Ihnen allerdings nichts mehr gehört.

Nehmen Sie mein Angebot an?

Wann darf ich mit Ihrer Antwort rechnen?

Mit freundlichen Grüßen

Markus Miller

 

2010-11-08

13:36:24

von: Markus Miller

Sehr geehrte Frau Mag. Kronthaler,

Ihren Vorschlag zur Klärung unserer Meinungsverschiedenheit nehme ich gerne
an.

Seit geraumer Zeit lodert ein Streit zwischen zwei offenbar unvereinbaren Lagern. Viele Gerüchte kursieren, ein Dialog findet nicht statt, Positionen und Postulate gehen in den gegenseitigen Anfeindungen unter.

Nicht nur die außen stehenden Beobachter, sondern auch manche Beteiligte selbst, scheinen gar nicht mehr so recht zu wissen, worum es überhaupt geht.

Ich schlage Ihnen deshalb eine offene Korrespondenz vor, die für die Öffentlichkeit im Internet einsehbar ist, und in der wir Schritt für Schritt unsere Meinungen darlegen, unsere gegenseitigen Forderungen formulieren und die Punkte herausarbeiten, die in einer Schnittmenge liegen, aber auch jene, in denen wir unvereinbar unterschiedlicher Auffassung sind.

In meinen Augen kann nur ein transparenter Dialog, frei von irrationalen Vorwürfen, in sachlicher Atmosphäre und objektivem Duktus die auf beiden Seiten allmählich überbrodelnde Stimmung kühlen.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Miller

 

2010-11-05

12:31:08

von: Mag. Martina Kronthaler

Sehr geehrter Herr Miller,

angesichts Ihrer Beteiligung an den widerwärtigen Hetzkampagnen gegen
aktion leben österreich durch die Verbreitung falscher Tatsachen und
Publikmachung der Petition von Herrn Preßlmayer erscheint mir Ihre
Frage, wie Sie uns helfen können, mehr als hinterhältig.
Sollte sie ernst gemeint sein, dann stellen Sie Ihre Mitwirkung an der
Verfolgung einer überzeugten Lebensschutzbewegung umgehend ein. Wir sind
Menschen, die zumindest eine Chance auf die Möglichkeit einer Klärung
verdient hätten, bevor Sie von anderen Menschen wie Ihnen verleumdet
werden.
Echte Lebensschützer handeln anders, sie bringen jedem Menschen Respekt
entgegen, sei er geboren oder ungeboren, jung oder alt, gesund oder
krank, behindert oder nicht behindert. So versuchen zumindest wir zu
handeln.

Mit Grüßen,
Martina Kronthaler

______________________
Generalsekretärin
aktion leben österreich
Dorotheerg. 6-8
1010 Wien

 

2010-11-05

11:19:44

von: Markus Miller

Sehr geehrte Frau Potensky,

waren Sie es, die gestern versucht hat, mich zu erreichen?

Wie darf ich Ihnen helfen?

Mit freundlichen Grüßen

Markus Miller